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Siegesmund: „Biologische Vielfalt macht glücklich“ Artenschutz: Auftakt zur neuen Thüringer Strategie zum Erhalt der biologischen Vielfalt


Erstellt von Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz

Zur Konferenz für eine neue Thüringer Strategie zum Erhalt der biologischen Vielfalt kommen heute in Erfurt Akteure des Naturschutzes, der Land- Forst- und Fischereiwirtschaft und der Stadt- und Regionalentwicklung zusammen.

Innerhalb der nächsten zwei Jahre (bis Sommer/Herbst 2023) wird an der Strategie gearbeitet, damit ein breiter Konsens entsteht. Die Strategie enthält neben allgemeinen Zielsetzungen auch einen gemeinsam entwickelten Aktionsplan, der von allen Akteuren umgesetzt werden soll.

Dazu erklärt Umweltministerin Siegesmund: „Die Roten Listen - das Fieberthermometer der Artenvielfalt – zeigen, dass auch in Thüringen, immer noch dringender Handlungsbedarf besteht, den Verlust an Arten zu stoppen. Thüringen ist ein artenreiches Bundesland – und diese Vielfalt wollen wir schützen und erhalten. Wir alle spüren, wenn wir in der Natur mit all ihrer Schönheit unterwegs sind, wie biologische Vielfalt glücklich macht.“

Neben einem Grußwort von Ministerin Siegesmund gab es Impuls-Referate u.a. durch die Klimaagentur Thüringen, das Bundesumweltministerium, den NABU, Thüringen Forst und den Bauernverband.

Das Umweltministerium hat bereits mehrere Initiativen zum verstärkten Insektenschutz gestartet. Ganz aktuell den Sonderfonds Insektenschutz - mit einem mehrjährigen Fördervolumen von knapp 1,8 Millionen Euro oder den Wettbewerb "Mehr Natur in Dorf und Stadt." Ebenso läuft eine Vielzahl von Projekten aus, die im Rahmen der Naturschutzförderrichtlinien ENL und NALAP oder des Bundesprogramms Biologische Vielfalt vom TMUEN gefördert werden. Das Insektenschutz-Projekt „Via Natura“ wird beispielsweise von Bund und Land mit 5,7 Millionen Euro unterstützt. In den nächsten Jahren sollen gemeinsam mit der Landwirtschaft und den Kommunen blühende Feldraine wiederhergestellt werden. Bereits zum zweiten Mal unterstützt das Umweltministerium die Aussaat von Blühflächen auf von Feldmäusen geschädigten Rapsflächen mit 962 Euro pro Hektar.

 

Hintergrund:

Eine Aktualisierung der Roten Listen ist für diesen Herbst vorgesehen. Zuletzt hatte 2011 die Inventur von mehr als 16.000 Arten in Thüringen gezeigt, dass davon mehr als 40 Prozent gefährdet sind. In Thüringen fördert das Umweltministerium ein breites Spektrum an Zielarten und deren Lebensräume, dazu gehören u.a.:

• Säugetiere wie Luchs, Wildkatze, Biber, Gartenschläfer, Kleine Hufeisennase, Mopsfledermaus und Graues Langohr,

• Vogelarten wie Rotmilan, Wanderfalke und Schwarzstorch,

• Amphibien wie Geburtshelferkröte, Gelbbauchunke und Feuersalamander

• Reptilien wie Kreuzotter oder Zauneidechse

• Libellen wie die Helm-Azurjungfer

• Fische wie Nase und Äsche

• Käfer wie Eremit und Hirschkäfer

 

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