Siegesmund: Abfallvermeidung, Recycling und Ressourcenschutz sind der richtige Weg Abfallbilanz 2019: Konsequente Trennung verringert Thüringens Hausmüll


Erstellt von Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz

2019 ist die Hausmüllmenge in Thüringen erneut gesunken, wie die aktuelle Abfallbilanz zeigt. Mit 142 Kilogramm pro Einwohnerin und Einwohner war es das niedrigste Ergebnis für Thüringen seit Beginn der Abfallberichterstattung im Jahr 1993. Die Mengen für getrennt erfasste trockene Wertstoffe wie Papier, Leichtverpackungen und Glas sind hingegen leicht gestiegen. Beim Aufkommen an Grünschnitt und Biomüll gab es nahezu keine Veränderungen.

Abbildung der Titelseite für die Abfallbilanz 2019

„Wir sind auf dem richtigen Weg. Als Landesregierung setzten wir sowohl auf Abfallvermeidung als auch auf Recycling und Ressourcenschutz“, so Umweltministerin Siegesmund.

Die Thüringerinnen und Thüringer sammelten 2019 je 142 Kilogramm (2018: 141 kg) sogenannte trockene Wertstoffe wie Papier, Pappe, Karton, Leichtverpackungen und Glas. Gegenüber dem Vorjahr sind die Mengen an Bio- und Grüngut mit 75 Kilogramm und 34 Kilogramm pro Kopf etwa gleich geblieben.

In 2020 wirken sich der veränderte Alltag und die Verhaltens- und Hygienemaßnahmen zum Schutz gegen das Corona-Virus offenbar auf das Abfallaufkommen aus. Die strengen Ausgangsbeschränkungen im Mai und April führten zu mehr Hausmüll und den häufigeren Griff zu Einwegverpackungen aus hygienischen Gründen sowie zu mehr Kunststoffabfällen. Auch wenn endgültige Zahlen erst im kommenden Jahr vorliegen werden, sind nach Angaben des Recyclingunternehmens „Der Grüne Punkt“ seit März bundesweit ca. 10 % mehr Verpackungsabfälle in den Privathaushalten in Deutschland angefallen. In Thüringen gab es bis zum August einen Anstieg bei Leichtverpackungen und der Hausmüllmenge um 4%. Auffällig war zudem der Mengenzuwachs mit 5% beim Sperrmüll.

Hintergrund

In der jährlichen Abfallbilanz des Landes Thüringen werden die von den öffentlich rechtlichen Entsorgungsträgern bereitgestellten Zahlen zur Abfallentsorgung zusammengefasst und statistisch aufbereitet. Die Kurzfassung finden Sie als pdf-Datei hier: https://umwelt.thueringen.de/aktuelles/publikationen.

Die Langfassung der Bilanz des Jahres 2019 wird durch das Thüringer Landesamt für Umwelt, Bergbau und Naturschutz veröffentlicht.

Wie auf andere Wirtschaftszweige haben sich die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie auch auf die Abfallwirtschaft ausgewirkt. Die öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger und deren beauftragte Entsorgungsunternehmen haben flexibel auf die Situation reagiert und konnten so dennoch die Entsorgung sicherstellen. Sorgen bereitet die wirtschaftlich angespannte Situation der Recyclingkunststoffe, die sich durch die Corona-Pandemie noch deutlich verschärft hat. Zum Preisrückgang bei Rohöl, der die Konkurrenzfähigkeit von Recyclingkunststoffen gegenüber Neuware schmälert, kommen Corona-bedingte Produktionsrückgänge bei einigen Abnehmern von Recyclingkunststoffen (z.B. Autoindustrie). Das wirkt sich zunehmend negativ auf die Recyclingunternehmen aus.

Das Thüringer Umweltministerium in den sozialen Netzwerken: